Großeinsatz zur Suche nach vermisstem Jogger in Schmelz

Rund 460 Einsatzkräfte und 90 freiwillige Helfer aus der Bevölkerung waren drei Tage lang an der Suche beteiligt

Schmelz. Die groß angelegte Suche nach einem seit Sonntag vermissten Jogger hat am Dienstagmittag ein tragisches Ende genommen. Der 55-jährige Mann wurde tot in der Prims gefunden. Drei Tage lang hatten Einsatzkräfte verschiedener Hilfsorganisationen sowie zahlreiche Freiwillige aus der Bevölkerung nach ihm gesucht

Über den gesamten Einsatzzeitraum hinweg beteiligten sich rund 460 Einsatzkräfte aus den verschiedenen Blaulicht- und Hilfsorganisationen an den Suchmaßnahmen. Besonders hervorzuheben ist die große Hilfsbereitschaft aus der Bevölkerung. Rund 90 zivile Helferinnen und Helfern unterstützten das Absuchen der weiträumigen Bereiche in und um Schmelz. 

Die Suche stellte hohe Anforderungen an alle Beteiligten. Sie wurde auch während der Nacht sowie bei Regen fortgeführt. Zahlreiche Suchtrupps waren zu Fuß in teilweise schwer zugänglichem Gelände unterwegs. Unterstützt wurden sie durch Suchhunde, Drohnen, einen Polizeihubschrauber und Wärmebildkameras. Darüber hinaus kamen Quads, Motorräder und geländegängige UTV-Fahrzeuge zum Einsatz.

Beteiligt waren die Feuerwehren Schmelz, Lebach und Nalbach, die Technische Einheit Drohne des Landkreises Saarlouis, die Drohneneinheit der Polizei, eine Drohneneinheit aus Neunkirchen sowie der Einsatzleitwagen ELW 2 des Landkreises Saarlouis. Auch der Fachzug Erkundung des Landkreises Merzig-Wadern unterstützte die Maßnahmen.

Weitere Unterstützung leisteten Einheiten des Deutschen Roten Kreuzes, der Malteser, das Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft, des Bundesverbandes Rettungshunde und des Technischen Hilfswerks. Zudem waren Kräfte der Psychosozialen Notfallversorgung, Jäger und die Ortspolizeibehörde Schmelz in die Suche eingebunden.

Die Einsatzleitung lag bei der Polizei. Sie koordinierte die Suche in enger Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und den beteiligten Hilfsorganisationen. Dabei mussten die unterschiedlichen Einsatzkräfte, Suchgebiete und technischen Mittel fortlaufend aufeinander abgestimmt werden.

Neben den eigentlichen Suchmaßnahmen war auch die Versorgung der zahlreichen Helfer eine wichtige Aufgabe. Das Deutsche Rote Kreuz übernahm während des mehrtägigen Einsatzes die Verpflegung der eingesetzten Kräfte.

Trotz des außergewöhnlichen Engagements aller Beteiligten nahm der Einsatz einen traurigen Ausgang. Am Dienstagmittag wurde der Vermisste schließlich leblos in der Prims entdeckt. Für den 55-Jährigen kam jede Hilfe zu spät. Zu den näheren Todesumständen lagen zunächst keine weiteren Angaben vor. 

Der tragische Ausgang der Suche überschattet den Einsatz der gezeigt hat, wie gut eine vertrauensvolle und organisationsübergreifende Zusammenarbeit im Landkreis Saarlouis funktioniert. Allen beteiligten Einsatzkräften sowie den Helferinnen und Helfern aus der Bevölkerung gilt ein besonderer Dank für ihre Ausdauer, ihre Einsatzbereitschaft und die geleistete Unterstützung. Den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen gilt tiefes Mitgefühl.

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